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Auf den Spuren der Hexenverfolgung

In der letzten Schulwoche nutzten wir das zuverlässig schöne Wetter und machten uns mit Schulbeginn zu Fuß auf den Weg nach Nördlingen. Im Geschichtsunterricht hatten wir das Thema ,,Hexenverfolgung“ durchgenommen und wollten uns jetzt die Situation in Nördlingen aufzeigen lassen. Im Laufe der Führung wurde immer wieder betont, dass es den Menschen in der Frühen Neuzeit aufgrund von Naturkatastrophen sehr schlecht ging und dass eben dafür Schuldige gesucht wurden.

Damalige ,,Verschwörungstheorien“ hatten besonders manche Frauen in Verdacht, die als Gehilfinnen des Teufels gesehen wurden. Es konnte jede Person treffen und aufgrund der Folterungen gerieten immer mehr Menschen in die Fänge der Justiz. Eine Heldin sei darunter die Gastwirtin Maria Holl gewesen, die beinahe ein Jahr im Kerker verbrachte, über sechzig Mal gefoltert wurde und dennoch keine anderen Personen beschuldigte. Allein die Daumenschrauben, die unsere Führerin beispielhaft vorzeigen konnte, führten bestimmt zu unvorstellbaren Schmerzen. Zukünftig werden wir an ihrem ehemaligen Gasthaus am Weinmarkt ehrfürchtiger vorbeigehen.