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Syrientag

Die Maria-Ward-Realschule in Wallerstein hatte im Rahmen ihres Projekttages rund um das Thema „Syrien“ am 17. November verschiedene Aktionen in den Klassen geplant. Dabei ging es darum, dass die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten nutzen konnten, in denen sie sich mit der aktuellen Situation im Land selbst, mit der Geschichte und auch der Kultur, mit der Lebensweise der Menschen vor dem Krieg und nun leider auch während der Kämpfe auseinandersetzen konnten. Sie konnten Erfahrungen sammeln, lernen und auch ihren Fragen nachgehen. Viele Kollegen haben diesen Tag mit den Schülern lange vorbereitet.
Höhepunkt dieses Vormittags war sicher der Besuch des aus Damaskus stammenden syrisch-stämmigen Paters Hanna Ghoneim, mit dem die Schule seit einem Jahr in Kontakt steht. Er hat tatsächlich unsere Einladung angenommen und reiste aus Wien zu uns. In der Begegnung mit ihm bereicherte er uns an diesem Tag in besonderer Weise.

Pater Hanna Ghoneim hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben der Betreuung der melkitischen (griechisch-katholischen) Gemeinde in Wien, den Menschen in Syrien, die trotz Krieg und Terror in ihrer Heimat verbleiben wollen oder müssen, in ihrer Not die Hand zur Hilfe zu reichen. Was bedeutet das konkret? Ganz gezielt wendet er sich an die Menschen vor Ort, indem er unermüdlich versucht, durch Hilfsaktionen ihren vielfältigen Nöten ein bisschen Abhilfe zu verschaffen, um ihnen das Überleben in diesem unfassbaren Krieg machtpolitischer Interessen und angesichts brutalster Terrorakte zu ermöglichen.
Der von außen gewollte Destabilisierung dieses ursprünglich so gefestigten Landes, in dem Menschen aller Religionen im gegenseitigen Respekt gut zusammenlebten, können die Menschen heute alleine nicht mehr die Stirn bieten. Christen kam dabei für alle Religionen in anerkannter Weise stets die Rolle der Friedensstifter und Hoffnungsträger zu.
So werden die Flüchtlingsströme, die die Welt in Atem halten, nicht abbrechen, wenn wir weiter den Blick von dort abwenden, wo die eigentliche Wunde ist, und von der die Medien uns nur wenig berichten.

Wir wollen nicht wegschauen: Wir sehen, wie die Menschen in Syrien seit fünf Jahren unvorstellbarer Brutalität islamischer Terrorgruppen ständig ausgeliefert sind. Wir sehen, wie ihr Leben nun schon so lange tagtäglich bedroht ist. Wir sehen ihre tiefe Angst ums Überleben, ihre tiefen Wunden durch Verlust von Angehörigen in fast jeder Familie. Wir sehen, wie die Kinder und somit die neue Generation traumatisiert wird. Wir sehen auch, wie Terrorakte hier den Westen erschüttern.
Ganz in diesem Sinne war es notwendig, sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gemäß unserer Möglichkeiten diesen Problemen zu stellen, um so auch unsere Verbundenheit mit den Menschen in Syrien zu erspüren.
Abschließend schickte die Schulgemeinschaft Luftballons auf die Reise, an denen selbst erarbeitete Gebete und Bitten angebracht waren, mit dem Wunsch, der Finder möge sie mit Blick auf die syrischen Kinder und deren Familien sprechen und somit die Hoffnung weitertragen.