1859 gründeten drei Schwestern der "Englischen Fräulein" aus Mindelheim eine kleine Niederlassung in Wallerstein. Sie übernahmen die Mädchenvolksschule, die in der früheren Lateinschule des Fürsten, im sogenannten "Klösterle", untergebracht war. Bereits im vierten Jahr richteten sie im ehemaligen Gasthaus "Zum Hirsch" eine Höhere Töchterschule ein, der auch bald ein Internat angegliedert wurde. Um die Jahrhundertwende kam noch ein sechsklassiges Lyzeum hinzu. Im Zuge dieses Aufschwungs entstanden mehrere An- und Neubauten. Beide Schulen erlebten zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Blütezeit, bis die Schule nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten geschlossen wurde und sich die Schwestern auf einem kleinen bäuerlichen Anwesend durch die Kreigszeit bringen mussten. Nach dem zweiten Weltkrieg konnten die Maria-Ward-Schwestern wieder eine Mädchenmittelschule eröffnen, die Anfang der 60er Jahre zu einer Mädchenrealschule umgestaltet wurde. Bis zu 80 Internatsschülerinnen lebten im Institut. Als das Internat im Jahr 2006 geschlossen wurde, waren es nocht etwa 25 Schülerinnen. Auch die Zahl der Englischen Fräulein ging in den letzen Jahren kontinuierlich zurück, von bis zu 40 Schwestern auf jetzt 6 Schwestern. Als Folge dieser Entwicklung übernahm das Schulwerk der Diözese Augsburg bereits 1989 die Trägerschaft der Schule. Um den Forbestand zu sichern, werden ab dem Schuljahr 1998/99 auf Jungen aufgenommen. Derzeit gibt es 200 Schüler in schs Klassen. Seit zehn Jahren unterstützt ein aktiver Förderverein die Schule. ZU Beginn des neuen Schuljahres hat die "Congregatio Jesu" nun auch die Schulgebäude dem Schulwerk der Diözese Augsburg übereignet. (Artikel der "Rieser Nachrichten" vom 27.09.2008)
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